DIE HOHE BRÜCKE

Unter Abt Leonhard Müller, einem „gar listigen Kopf zum Bauen”, wurde das Torhaus an der Hohen Brücke errichtet, dessen spätgotisches Gewölbe noch erhalten ist. Das Torhaus wurde um 1800 überdacht und darauf ein kleines Bauerngütchen eingerichtet, wovon man eine Kuh halten konnte. 1807 verpachtete Administrator Thomas Zacherl Torhausgut, Kalkofen und Sägemühle am Bach. Im Jahr 1851 wurden die Gräser des Torgütchens zum Rossweidhof geschlagen und das unergiebige Anwesen damit aufgelöst. Wie die anderen Bauwerke auf dem Gnadenfelsen wurde auch die Hohe Brücke mehrmals ein Raub der Flammen. Da die Brücke der einzige sichere Zugang zum Kloster war und ist, wurde sie immer wieder neu aufgebaut. Sie weist technische und architektonische Besonderheiten auf: Holzüberspannung über Mauerwerk, ansteigend, leicht gekrümmt, überdacht. Die „Untere Brücke” – sie überspannt den Stallenbach und quert vom Vomper auf Staner Gemeindegebiet – musste im Jahr 1996 wegen Einsturzgefahr gesperrt werden. Die in Vomp stationierten Pioniere des Bundesheeres errichteten die Brücke aber im Rahmen einer Ubung neu.

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